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Nubuck Fresh von COLOURLOCK

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Nubuck Fresh von COLOURLOCK ist die Farbauffrischung für angeschliffene Leder: Nubuk, Velours und Rauleder. Die neutrale, wasserbasierte Basis gleicht stumpfe und ausgeblichene Zonen an, ohne den Farbton zu verschieben, und nimmt laut Hersteller 20 bis 30 Prozent Lederfarbe auf, wenn nachgetönt werden soll. Anders als beim Glattleder folgt kein Top Coat — auf Rauleder übernimmt die Bürste. Entwickelt aus der Lederreparatur-Praxis, heute unter Koch-Chemie.

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  • Koch-Chemie × COLOURLOCK

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  • Nubuck Fresh von COLOURLOCK holt die Farbtiefe ins Rauleder zurück

    Was ist Nubuck Fresh von COLOURLOCK? Eine wasserbasierte Farbauffrischung für angeschliffene Leder — Nubuk, Velours und Rauleder. Neutral aufgetragen gleicht sie stumpfe und ausgeblichene Zonen an, ohne den Farbton zu verschieben; mit einem Anteil Lederfarbe wird daraus die Nachtönung. Profi-Chemie aus der Lederreparatur, kein Imprägnierspray.


    Nubuck Fresh von COLOURLOCK ist die Farbauffrischung für Leder mit angeschliffener Oberfläche: Nubuk, Velours und alles, was die Branche unter Rauleder zusammenfasst. COLOURLOCK "Nubuck Fresh" (Neutral) ist dabei die pigmentfreie Basis — wasserbasiert, dünn aufgetragen, ohne geschlossenen Film. Sie zieht ungleichmäßige Flächen wieder auf ein Niveau und nimmt laut Hersteller 20 bis 30 Prozent Lederfarbe auf, wenn du nachtönen statt nur auffrischen willst.

    • Auf Rauleder endet die Färbe-Strecke früher. Beim Glattleder folgt auf die Farbe zwingend ein Top Coat als Abriebschutz. Rauleder bekommt keinen — jede geschlossene Lackschicht würde den samtigen Faserflor verkleben und aus dem Leder Kunststoff machen. Statt Top Coat kommt hier die Bürste.
    • Die neutrale Basis arbeitet in zwei Richtungen. Allein aufgetragen gleicht sie leichte Ausbleichungen an, ohne den Ton anzufassen. Mit 20 bis 30 Prozent Lederfarbe wird sie zur Nachtönung, und laut Hersteller taugt sie zusätzlich als Fixierung über einer bereits getönten Lage.
    • Ein Liter reicht für eine komplette Sitzgarnitur. Das ist die Hersteller-Angabe für Möbel, und sie erklärt die Verpackungslogik: Das Gebinde 1000 ml / 1 Liter ist auf Flächenarbeit ausgelegt, nicht auf den einzelnen Fleck. Aufgesprüht wird aus rund 20 bis 30 Zentimetern Abstand.

    Praxistipp von Detailing1: Der teuerste Fehler auf Rauleder passiert vor dem Auffrischen. Bei uns landen regelmäßig Anfragen zu Nubukleder, das nach einer Behandlung mit Lederfett, Schuhcreme oder einem farbigen Pflegespray dunkel und fleckig dasteht — Fett zieht in den offenen Faserflor ein und lässt sich dort nicht mehr herausholen. Nubuk verträgt nichts Fettendes, und eine Auffrischung darüber macht die Wolken nur gleichmäßiger sichtbar. Teste deshalb zuerst an einer verdeckten Stelle, unter dem Sitz oder an der Rückseite der Lehne, und leg dir eine unbehandelte Referenzfläche fest, an der du im Tageslicht vergleichst. Sprühe dann aus 20 bis 30 Zentimetern in zwei dünnen Durchgängen statt in einem nassen, und arbeite von Naht zu Naht statt von Fleck zu Fleck: Auf Rauleder ist die Naht die einzige Kante, an der ein Übergang unsichtbar bleibt.


    Rauleder verliert Farbe durch Abrieb, nicht durch Schmutz

    Nubuk und Velours bleichen aus, weil sich der angeschliffene Faserflor abträgt. Die Farbe sitzt in den Faserspitzen, und die Spitzen gehen zuerst.

    Der Faserflor ist das, was Rauleder überhaupt ausmacht: ein feiner, aufgestellter Teppich aus Kollagenfasern, den der Gerber durch Schleifen erzeugt. Bei Nubuk wird die Narbenseite geschliffen, der Flor bleibt kurz und samtig; bei Velours die Fleischseite, der Flor fällt länger und rauer aus. Praktisch merkst du den Unterschied am Griff — und daran, dass beide Oberflächen ihre Farbe im Streiflicht ändern, je nachdem in welche Richtung du über sie streichst.

    Genau dieser Flor ist die Schwachstelle. Reibung legt die Fasern flach, Sonnenlicht spaltet die Farbstoffe in den freiliegenden Spitzen, und beides zusammen ergibt das typische Schadensbild: eine hellere, glatt gedrückte Zone, die im Licht speckig glänzt statt samtig zu streuen. Im Auto trifft es zuerst Sitzwangen, Einstiegskanten, Armlehnen und den Lenkradkranz. An Möbeln sind es Sitzfläche und Armlehnen, an Schuhen Zehenbereich und Fersenkappe.

    Deshalb ist Reinigen nicht dasselbe wie Auffrischen, und die Reihenfolge lässt sich nicht drehen. Ein Reiniger holt Schmutz, Hautfett und Griffspuren aus den offenen Poren — die Farbe, die mit dem Flor verschwunden ist, bringt er nicht zurück. Wenn deine Fläche nach der Runde mit dem Anilin- & Nubukreiniger sauber ist und trotzdem ungleichmäßig aussieht, fängt die Arbeit der Auffrischung an.

    Die neutrale Basis frischt auf und trägt später die Farbe

    COLOURLOCK "Nubuck Fresh" (Neutral) enthält kein Pigment. Sie legt sich fein auf die Fasern, ohne die offene Struktur zu schließen — das unterscheidet sie von jedem Glattleder-Auffrischer.

    Technisch steckt dahinter eine wasserbasierte Dispersion: winzige Bindemittelteilchen, die im Wasser schwimmen und beim Trocknen an den Faserspitzen zurückbleiben. Auf Glattleder wachsen dieselben Teilchen zu einem geschlossenen, elastischen Film zusammen. Auf Rauleder darf genau das nicht passieren, und deshalb wird hier hauchdünn und tropffrei gearbeitet. Heißt für dich: Das Leder sieht nach dem Trocknen satter aus, greift sich weiter wie Rauleder und schreibt beim Darüberstreichen immer noch.

    Die zweite Rolle der Basis ist die interessantere. Sie ist der Träger, in den sich Farbe einrühren lässt — laut Hersteller bis zu 20 bis 30 Prozent Lederfarbe, der Rest bleibt Bindemittel. Wer weniger nimmt, verschiebt den Ton nur leicht; wer mehr nimmt, verliert die Elastizität, die eine gestauchte Sitzwange braucht. Und über einer bereits getönten Lage dient dieselbe neutrale Basis als Fixierung, alternativ ein Prozent Vernetzer. Ein Produkt, drei Aufgaben: auffrischen, tönen, fixieren.

    Den Farbton musst du dir dabei nicht selbst zusammensuchen. COLOURLOCK mischt Nubuk Fresh in Fahrzeug-Farbtönen nach Muster und nach Automarke an — die Wildlederpflege wird dort für dein Modell gefertigt, statt dass du auf einer Farbkarte rätst. Für Möbel- und Fashion-Leder ohne Herstellerton bleibt der Weg über die neutrale Basis plus Farbanteil.

    Die Abgrenzung nach nebenan ist scharf und lohnt den Blick: Die Leather Fresh Neutral-Basen machen dieselbe Arbeit für pigmentiertes Glattleder, dort allerdings mit Glanzgrad-Entscheidung und Top Coat obendrauf. Wer die beiden verwechselt, bekommt auf Rauleder eine verklebte Fläche und auf Glattleder eine Schicht, die sich nach der ersten Jeans wieder abreibt.

    Nubuk, Velours und Alcantara verlangen drei verschiedene Antworten

    Nicht jede raue Oberfläche im Innenraum ist Rauleder. An dieser Verwechslung scheitern die meisten Auffrisch-Versuche, bevor die Flasche überhaupt offen ist.

    Nubuk, Velours und das umgangssprachliche Wildleder sind alle drei echtes Leder mit geschliffener Oberfläche, und für alle drei ist Nubuck Fresh gemacht. Die Unterschiede liegen in Florlänge und Griff, nicht im Verfahren. Auch geölte oder gefettete Rauleder aus dem Outdoor-Bereich gehören in diese Familie, tragen allerdings ihre eigene Vorgeschichte: Wo schon Fett drin ist, nimmt die wasserbasierte Auffrischung ungleichmäßig an.

    Alcantara und die verwandten Mikrofaser-Wildlederimitate sind dagegen kein Leder, sondern Textil aus Polyester und Polyurethan. Sie sehen aus wie Velours, sie schreiben wie Velours, und sie reagieren völlig anders: Eine Lederfarbe findet dort keine Faser zum Andocken, ein Lederöl bleibt schmierig obenauf. Alcantara-Flächen im Auto behandelst du als Textil — mit einem Polster- beziehungsweise Textilreiniger und, wenn Schutz gefragt ist, mit einer Textilversiegelung. Wenn im Fahrzeug von Alcantara-ähnlichem Material die Rede ist, meint das die optische Verwandtschaft, nicht dasselbe Substrat.

    Ein Sonderfall, der im Möbelbereich häufiger auftaucht, als es klingt: geprägte Nubukleder. Dort ist auf den Rauledergrund zusätzlich eine dunklere Narbenoptik aufgedruckt. Die erhabenen Felder sind Rauleder, das dunkle Muster verhält sich wie Glattleder — eine Fläche, zwei Materialien. Auffrischen lässt sich das, wiederholtes Schleifen dagegen zerstört den Aufdruck endgültig. Weniger Mechanik ist hier immer die richtige Entscheidung.

    Der Fingertest allein reicht zur Unterscheidung nicht, weil Alcantara den Schreibeffekt genauso zeigt. Verlässlicher ist der Blick auf eine Schnittkante oder in eine Naht: Leder zeigt dort einen faserigen, unregelmäßigen Querschnitt, Mikrofaser eine gleichmäßige textile Struktur mit sichtbarem Trägergewebe. Und im Zweifel entscheidet die Ausstattungsliste deines Fahrzeugs, nicht das Gefühl.

    Entfetten entscheidet über das Ergebnis, nicht das Aufsprühen

    Die Auffrischung haftet nur dort, wo nichts zwischen ihr und der Faser liegt. Auf einem benutzten Sitz liegt fast immer etwas.

    Der Ablauf folgt dem Datenblatt und ist bewusst unspektakulär. Zuerst losen Schmutz trocken abbürsten, dann mit dem passenden Reiniger für offenporige Leder arbeiten, anschließend gründlich entfetten. Hautfett, Sonnencreme und Silikone aus Cockpit-Sprays bilden einen Trennfilm, den kein milder Reiniger abträgt — dafür ist der Entfetter zuständig. Glänzende, flach gedrückte Speckstellen werden davor mit einem Schleifpad oder Nubuk-Radierer vorsichtig aufgeraut, damit sie überhaupt wieder aufnahmefähig sind.

    Der Auftrag selbst geht mit Schwamm, Sprühflasche oder — für gleichmäßige Flächen die beste Lösung — mit der Sprühpistole. Dünn und tropffrei von Naht zu Naht, aus rund 20 bis 30 Zentimetern, lieber zwei magere Durchgänge als einer, der die Fläche durchnässt. Wasser ist auf Rauleder der eigentliche Gegner: Ein einzelner Tropfen hinterlässt beim Trocknen einen sichtbaren Rand, weil er gelösten Farbstoff mit an die Kante der feuchten Zone transportiert.

    Nach dem Durchtrocknen kommt der Schritt, der über sichtbar und unsichtbar entscheidet. Die Fläche wird vorsichtig aufgebürstet oder mit einem Frotteetuch aufgerubbelt, bis sich der Flor wieder aufstellt. Ohne diesen Schritt bleibt die Oberfläche flach und wirkt wie gefilzt — mit ihm sieht sie aus wie vorher, nur gleichmäßiger. Bei Bedarf folgt eine zweite Runde nach demselben Muster.

    Den Abschluss macht kein Lack, sondern Schutz: Nach dem Auffrischen gehört eine Pflege beziehungsweise Imprägnierung für Rauleder auf die Fläche, damit der frische Flor nicht sofort wieder Flecken zieht. Ehrlich dazu gesagt: Unsere Versiegelungs- und Imprägnierlinie deckt Glattleder, Kunstleder und Textil ab — für Rauleder greifst du zu einem Imprägnierspray, das ausdrücklich für Nubuk und Velours ausgelobt ist. Aus dem Detailing1-Alltag: Für ein Sitzpaar planst du beim ersten Mal eher einen halben Tag ein als eine Stunde, und der größere Teil davon ist Trockenzeit zwischen den Durchgängen.

    Aufhellen und Abdunkeln kann kein Auffrischer

    Eine Auffrischung arbeitet mit dem Farbton, der da ist. Heller oder dunkler wird er dadurch nicht, und der Hersteller schreibt das ausdrücklich ins Datenblatt.

    Zwei weitere Einschränkungen stehen dort gleich daneben. Nach der Anwendung kann es zu leichtem Abfärben kommen — auf helle Sitzbezüge und helle Kleidung lohnt in den ersten Tagen der prüfende Blick. Und das Produkt ist wasserbasiert, also frost- und hitzeempfindlich: Eine Flasche, die im Winter über Nacht im Auto steht, kann ausflocken und lässt sich danach nicht mehr gleichmäßig verarbeiten. Vor jeder Anwendung kräftig schütteln und an verdeckter Stelle testen, das steht aus gutem Grund an erster Stelle der Anleitung.

    Die härtere Grenze ist der Zustand. Rauleder wird nach einer Reinigung und Auffrischung nie wieder wie neu — der abgeriebene Flor ist weg, und keine Flüssigkeit baut ihn nach. Leichte bis mittlere Ausbleichungen holt Nubuck Fresh sichtbar zurück, flächig durchgeriebene Zonen mit glattem, hartem Untergrund nicht mehr. Starke Ausbleichungen und großflächige Farbschäden sind Sache eines Fachbetriebs mit Sprühkabine, nicht der Sprühflasche im Hof.

    Aus unserer Beratung kommt das häufigste Negativ-Beispiel: eine speckig glänzende Armlehne, auf die ohne vorheriges Aufrauen aufgesprüht wurde. Die verdichtete Zone nimmt kaum etwas auf, das Umfeld schon — nach dem Trocknen steht die Stelle dunkler und deutlicher da als vorher. Genauso regelmäßig erreichen uns Anfragen zu Rauleder, das mit einem farbigen Universalspray aus dem Schuhregal behandelt wurde und danach wolkig ist. Beides ist reparierbar, kostet aber einen Reinigungs- und Entfettungsdurchgang mehr, als der erste Versuch gespart hat.

    Und es gibt eine Linie, hinter der kein Produkt mehr zuständig ist. Sitzbezüge mit Airbag-Naht gehören zum Sattler: Diese Naht ist eine konstruktive Sollbruchstelle, sie darf weder verklebt noch versteift noch überarbeitet werden. Dasselbe gilt für Risse, Löcher und gelöste Nähte — dort beginnt Reparatur, nicht Auffrischung.

    Wann Nubuck Fresh reicht und wann der Sattler übernimmt

    Vier Zustände, vier Antworten. Der ehrlichste Weg durch diese Kategorie ist ein Entscheidungsbaum, kein Produktvergleich.

    Ist die Fläche sauber und nur stumpf, ungleichmäßig oder leicht verblasst, während der Farbton im Kern noch stimmt, reicht COLOURLOCK "Nubuck Fresh" (Neutral) allein. Das ist der Normalfall bei Möbelledern, Taschen und Jacken und bei Fahrzeuginterieurs, die im Innenraum kaum Sonne abbekommen haben.

    Ist an Wange, Einstiegskante oder Armlehne echter Farbverlust sichtbar, brauchst du einen Farbanteil. Für Fahrzeuge führt der kürzeste Weg über die nach Automarke angemischten Nubuk Fresh Fahrzeug-Farbtöne, für alles andere über die neutrale Basis mit eingerührter Lederfarbe innerhalb der 20 bis 30 Prozent. Rechne damit, dass ein exakter Treffer auf zehn Jahre altem Leder nicht zu erwarten ist — deshalb wird bis zur nächsten Naht durchgearbeitet statt punktuell ausgebessert.

    Sieht dein Rauleder nur schmutzig oder speckig aus und die Farbe ist unversehrt, spar dir die Auffrischung ganz. Dann reicht die Runde mit dem Anilin- & Nubukreiniger plus Bürste, und du hast das bessere Ergebnis mit der kleineren Maßnahme. Sind Risse, Löcher oder Airbag-Nähte im Spiel, ruf beim Sattler an, bevor du irgendetwas aufträgst.

    Alle Nachbarprodukte für die Farbstufe findest du eine Ebene höher bei den Farbauffrischern von COLOURLOCK, die komplette Strecke von der Grundierung bis zum Finish unter Färben & Finish von COLOURLOCK. Und der Satz, den wir am häufigsten nachschieben müssen: Der Unterschied zwischen einer Auffrischung, die man sieht, und einer, die man nicht sieht, liegt nicht in der Flasche. Er liegt in der Bürste danach.

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